„Träne Indiens“ und „Perle des Indischen Ozeans“ sind nur zwei Namen für Sri Lanka. Noch treffender könnte man sagen: Es ist eine Insel des Reises und der Currys.
Lokale Früchte, besonders Kokosnuss und Jackfrucht, Meeresfrüchte und ein ganzes Arsenal an Gewürzen geben der sri-lankischen Küche eine erstaunliche Vielfalt. Hier finden Sie Gerichte, die Ihnen in verschiedenen Teilen der Insel begegnen können. Rezepte, Schärfe und Portionsgrößen unterscheiden sich von Restaurant zu Restaurant.
Reis und Curry
Reis mit mehreren Currys gehört zu den wichtigsten vollständigen Mahlzeiten Sri Lankas. Auf dem Teller können Reis, Gemüse-, Linsen-, Fisch- oder Fleischcurry, Papadum, Sambol und eingelegte Beilagen liegen. Die Auswahl ist nicht festgelegt. Wenn Sie kein Fleisch oder keinen Fisch essen, bestellen Sie ausdrücklich eine vegetarische Zusammenstellung.
Die Schärfe variiert stark. Kokosmilch kann ein Curry milder machen, Sambols und frische Chilischoten können dagegen sehr scharf sein. „No spicy“ bedeutet nicht immer völlige Chilifreiheit. Erklären Sie, dass Sie Schärfe nicht vertragen, und bitten Sie darum, Chili oder Sauce separat zu servieren. Bei Allergien fragen Sie nach Nüssen, Garnelen, Fisch, Ei, Milch und Soja.
Fish Ambul Thiyal
Ambul Thiyal ist ein trockenes, saures und würziges Fischcurry, oft mit festem Fisch. Verwendet werden unter anderem schwarzer Pfeffer, Zimt, Kurkuma, Knoblauch, Pandan- und Curryblätter. Goraka, eine Frucht der Gattung Garcinia, sorgt für die typische Säure. Der Fisch wird mit wenig Flüssigkeit langsam gegart und meist mit Reis serviert. Raten Sie nicht, wie lange ein Gericht sicher aufbewahrt werden kann: Wählen Sie eine frische heiße Portion.
Hühnercurry — Kukul Mas Curry
Hühnercurry ist ein guter Einstieg, wenn Sie noch kein sehr scharfes Fischcurry probieren möchten. Je nach Rezept kommen Kokosmilch, Curryblätter, Pandan, Zitronengras und Chili hinzu. Fragen Sie nach der Schärfe und probieren Sie zuerst etwas Sauce mit Reis.
Kottu und Roti
Am Lärm eines Marktes erkennen Sie oft, dass Kottu zubereitet wird: Metall trifft auf Metall. Gehacktes Gothamba-Roti wird mit Gemüse, Ei, Käse, Huhn, Fleisch oder Fisch auf einer heißen Platte gebraten. Kottu ist sättigend und kann sehr scharf sein. Die Portionsgröße hängt vom Lokal ab und reicht nicht automatisch für zwei Personen.
Roti ist ein gebratenes Fladenbrot, das mit Curry und Sambol oder mit Gemüse, Ei, Fleisch oder Früchten gefüllt wird. Süße Varianten können Banane, Kokos oder Schokolade enthalten. Für Street Food wählen Sie einen gut besuchten Stand, an dem die Speisen vor Ihnen zubereitet werden.
Hoppers (Appa)
Hoppers sind schüsselförmige Pfannkuchen aus fermentiertem Reisteig mit Kokosmilch. Die Ränder werden dünn und knusprig, die Mitte bleibt weich. Ein Egg Hopper enthält ein Ei in der Mitte. Hoppers sind nicht grundsätzlich ein Dessert und werden auch mit Curry oder Sambol gegessen. String Hoppers sind gedämpfte Nester aus feinen Reisnudeln und werden mit Curry, Kokos-Sambol oder Linsensauce serviert.
Pol Sambol und Beilagen
Pol Sambol besteht aus geriebener Kokosnuss, Chili, Zwiebel, Salz und saurem Saft. Lunu Miris aus Zwiebel, Chili, Salz und Limette kann viel schärfer sein, als es aussieht. Papadum bringt Knusprigkeit, während Dal-Curry oft milder ist. Diese Beilagen gehören nicht automatisch zu jedem Menü.
Süßigkeiten Sri Lankas
Kokosnuss, Palmzucker, Reis, Sesam und Milch spielen in vielen Süßspeisen eine Rolle:
- Kiri Toffee oder Milk Toffee erinnert an feste Fudge und wird aus Milch oder Kondensmilch, Zucker und Butter, manchmal mit Vanille und Cashew, hergestellt;
- Kokis ist ein knuspriges Gebäck aus Reismehl und Kokosmilch, das in einer Metallform frittiert wird. Es muss nicht sirupartig sein;
- Kiribath ist Reis mit Kokosmilch. Er wird nicht nur als Dessert, sondern auch zum Frühstück mit Lunu Miris, Sambol, Palmzucker oder Banane gegessen;
- Watalappan ist ein dichter Kokospudding mit Ei und Palmzucker, oft mit Kardamom, Muskat und Cashew;
- Büffelquark wird meist im Tontopf mit Palm-Sirup oder Früchten serviert. Bei Milchempfindlichkeit sollten Sie nach den Zutaten fragen.
Früchte, Snacks und Getränke
Bananen, Ananas, Mango, Papaya, Rambutan und Mangostan finden Sie überall. Samosas, Cutlets, Fischbrötchen, Rolls, Isso Wadei und andere Short Eats sind praktische Snacks. Wählen Sie heiße Speisen mit schnellem Umsatz und seien Sie bei vorgeschnittenem Obst oder Eiswürfeln vorsichtig, wenn Sie die Wasserquelle nicht kennen.
Süßer Milchtee ist überall erhältlich, schwarzer Tee ohne Milch eignet sich zum Vergleich regionaler Aromen. Fragen Sie nach dem Preis, bevor Sie nach Gewicht oder Fischgröße bestellen. Zum Einstieg genügt ein Hauptgericht mit moderater Schärfe; Sambol und Saucen können separat kommen.
Probieren Sie die Küche neugierig, aber nicht gegen Ihren Körper. Fragen Sie nach Zutaten, nennen Sie Allergien, meiden Sie verdächtig riechende Speisen und suchen Sie bei einer starken Reaktion medizinische Hilfe. So wird Essen zu einer angenehmen Begegnung mit Land und Tradition.
Quellen: Sri Lanka Tourism — Food; Sri Lanka Tourism — Culinary Tourism; Sri Lanka Tourism — Food Range; Sri Lanka Tourism Development Authority — registered eating places.