Auf Sri Lanka wird wieder über Dengue gesprochen. Muss man Angst haben?
Dengue ist eine Virusinfektion, die durch den Stich infizierter Aedes-Mücken übertragen wird. Die Mücken sind oft dunkel mit hellen Zeichnungen; wichtiger als sie zu erkennen, ist es jedoch, Stiche zu vermeiden.
Übertragung: Der Hauptweg ist der Stich einer infizierten Mücke. Dengue wird weder durch die Luft noch durch normalen Alltagskontakt übertragen. Während der Erkrankung kann das Virus im Blut zirkulieren; sticht dann eine Aedes-Mücke, kann sie an der weiteren Übertragung beteiligt sein. Auch Erkrankte sollten sich deshalb vor weiteren Stichen schützen.
Symptome: hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Ausschlag sind typisch. Das Bild ist unterschiedlich: Viele Infektionen verlaufen mild oder ohne Symptome, und die meisten Menschen genesen innerhalb von ein bis zwei Wochen. Als ich krank war, fühlte es sich an, als würde der ganze Körper verdreht: Ich wollte ständig die Beine strecken, und alles tat weh wie nach einem harten Training. Im Mund war ein scheußlicher Geschmack; selbst Gurken und Ananas schmeckten scharf und salzig. Das ist meine Erfahrung, keine verbindliche Symptomliste.
Nicht abwarten: Schweres Dengue kann beginnen, nachdem das Fieber sinkt. Starke Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, schnelle Atmung, Zahnfleisch- oder Nasenbluten, Blut im Erbrochenen oder Stuhl, ausgeprägte Schwäche, Unruhe, starker Durst oder blasse kalte Haut sind Gründe, sofort medizinische Nothilfe zu suchen. Beurteilen Sie die Schwere nicht nur nach dem Befinden oder einem alten Thrombozytenwert.
Behandlung: Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung; die Versorgung hängt vom Zustand ab und gehört in ärztliche Hand. Die WHO empfiehlt Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und Aufmerksamkeit für Warnzeichen. Gegen Schmerzen und Fieber wird Paracetamol nach ärztlicher Empfehlung eingesetzt. Aspirin, Ibuprofen und andere NSAR sollten bei Dengue-Verdacht nicht eigenständig genommen werden, weil sie das Blutungsrisiko erhöhen können. Wählen Sie Medikamente oder Trinkmengen nicht anhand dieses Artikels, besonders nicht für Kinder, Schwangere, ältere Menschen oder Personen mit chronischen Erkrankungen.
Bei mir verlief die Krankheit schwer, mit Krankenhausaufenthalt und fallenden Thrombozyten. Ich lebe, bin gesund und bin nicht einmal nach Moskau zurückgeflogen, obwohl ich das damals sehr wollte. Müdigkeit und emotionale Erschöpfung können nach der Genesung noch Wochen anhalten; wenn es nicht besser wird, sollte das ärztlich abgeklärt werden.
Risiko senken: Aedes-Mücken sind tagsüber aktiv; Repellent gehört deshalb nicht nur in den Abend. Verwenden Sie ein Mittel mit DEET, Picaridin oder IR3535 nach Packungsangabe, tragen Sie bedeckende Kleidung, nutzen Sie beim Tagschlaf ein Netz und schützen Sie Fenster nach Möglichkeit mit Gittern. Leeren, bedecken und reinigen Sie Wasserbehälter in der Unterkunft regelmäßig.
Alte Fall- und Todeszahlen sagen nichts über das persönliche Risiko heute aus. Die National Dengue Control Unit von Sri Lanka veröffentlicht aktuelle Zahlen und Präventionshinweise. Prüfen Sie diese vor der Reise und befolgen Sie lokale Gesundheitsinformationen. Kein Grund zur Panik – aber zur Vorbereitung und dazu, Symptome ernst zu nehmen.
Wann man auf Sri Lanka Hilfe suchen sollte
- Bei Fieber oder einer Kombination typischer Symptome ärztlich abklären lassen: Dengue lässt sich nicht allein anhand einer Beschreibung diagnostizieren.
- Bei jedem Warnzeichen eines schweren Verlaufs sofort Notfallhilfe holen, auch wenn das Fieber gesunken ist.
- Über kürzliche Aufenthalte in einem Dengue-Gebiet und alle eingenommenen Medikamente informieren.
- Kein Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac, Mefenaminsäure oder andere NSAR beginnen, bis Dengue ärztlich ausgeschlossen ist.
Quellen und Prüfung
Die Fakten wurden am 01.09.2026 anhand des WHO-Faktenblatts zu Dengue, der WHO-Fragen und Antworten, der sri-lankischen National Dengue Control Unit und der Epidemiology Unit geprüft. Dieser Beitrag informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung.