Rundreise durch Sri Lanka: Kandy, Nuwara Eliya und Ella

Dies ist ein persönlicher Reisebericht und keine fertige, für alle passende Rundreise. Straßen, Regeln, Preise, Fahrpläne und Besucherzahlen ändern sich. Die festen Beträge und Versprechen aus der alten Fassung sollten deshalb nicht als aktuell verstanden werden. Vor der Reise sollte man die offiziellen Seiten der Sehenswürdigkeiten sowie den aktuellen Zustand von Straßen und Bahnverbindungen prüfen. Drei Tage reichen für einen ersten Eindruck; mit Kindern und vielen Stopps sind vier oder fünf Tage angenehmer.

Wir fuhren um 11 Uhr von Hikkaduwa nach Kandy los und erreichten den botanischen Garten gegen 15 Uhr. Zuerst nutzten wir die Schnellstraße, danach ging es langsam durch bebaute Gebiete. Nach einer schnellen Straße wirkt der Stop-and-go-Verkehr besonders lang. Für Bergstraßen braucht man Geduld. Verkehr, Wetter, Bauarbeiten und Veranstaltungen beeinflussen die Fahrzeit; ein großzügiger Zeitpuffer ist besser als ein zu voller Tagesplan.

Königlicher Botanischer Garten Peradeniya

Der Garten war unser erster großer Halt. In der alten Fassung stand ein konkreter Eintrittspreis, doch solche Angaben können veraltet sein. Die Tarife für ausländische und lokale Besucher können sich unterscheiden und ändern. Die aktuelle Information sollte man beim Department of National Botanic Gardens prüfen. Auf der offiziellen Seite wird der Garten etwa 5,5 Kilometer westlich von Kandy beschrieben; er umfasst rund 147 Acres und mehr als 4.000 Pflanzenarten, darunter Palmen, Orchideen, Farne und Gewürzpflanzen.

Der Garten ist sehr schön und hat seine eigene Atmosphäre. Man kann mehrere Stunden durch Palmenalleen gehen, im Schatten sitzen und die Sammlungen ansehen. Nicht überall gibt es viele Bänke, daher sind bequeme Schuhe, Wasser, Sonnenschutz und Pausen sinnvoll. Das Gelände ist groß; wer alles in einer halben Stunde sehen will, wird vor allem müde.

Nach drei Stunden Fahrt suchten wir zuerst eine Toilette. Sie lag beim Ausgang und war völlig in Ordnung. Auf dem Gelände gibt es auch Cafés und Möglichkeiten für eine Pause. Am Eingang bekamen wir eine Karte und gingen durch fast alle Bereiche. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden verließen wir den Garten gegen 17:30 Uhr. Öffnungs- und Ticketzeiten sollte man trotzdem vor der Abfahrt noch einmal kontrollieren.

Wir sahen den See, Palmenalleen, Nadelgehölze, eine Gedenkfläche sowie Orchideen- und Kakteenhäuser. Besonders die Orchideen blieben mir im Gedächtnis: winzige und große Blüten in weißen, grünen und bräunlichen Tönen. Auch ein riesiger Baum mit gewaltigen Wurzeln beeindruckte mich. Der Garten ist in Bereiche gegliedert. Man kann zu Fuß gehen oder, falls angeboten, einen mehrsitzigen lokalen Transport nutzen.

Für Familien ist Peradeniya angenehm, weil man das Tempo leicht anpassen kann. Ein Kind muss nicht jede Allee sehen. Wählt einige interessante Bereiche, macht eine Snackpause und lasst Zeit zum freien Entdecken. Nach Regen können Wege rutschig sein, deshalb ist ein flexibler Plan sinnvoll.

Kandy

Nach dem Garten fuhren wir nach Kandy. Weil Peradeniya außerhalb des Zentrums liegt, ist die Reihenfolge „Garten zuerst, Kandy danach“ weiterhin logisch. Auf der Zufahrt kann es zu dichtem Verkehr kommen. Eine allgemeine Fahrzeit lässt sich nicht garantieren: Tageszeit, Wetter, Reparaturen und religiöse Veranstaltungen spielen eine Rolle.

Das Zentrum von Kandy kann man gut zu Fuß erkunden. See, Zahntempel, Geschäfte und Cafés liegen relativ nah beieinander. Gleichzeitig ist die Stadt hügelig, und längere Spaziergänge in der Mittagshitze sind anstrengend. Abends kann es kühl werden. In unserer Nacht waren es etwa 19 °C; das ist eine Erinnerung an einen konkreten Tag, keine Vorhersage. Bei der Unterkunft würde ich auf warmes Wasser, Lage und Belüftung achten und nicht automatisch eine Klimaanlage buchen.

Wir besuchten den Tempel des Heiligen Zahns. Den alten Eintrittspreis würde ich heute nicht wiederholen: Gebühren und Besuchsregeln können sich ändern. Der Tempel ist ein lebendiger heiliger Ort und ein wichtiges buddhistisches Pilgerziel, kein gewöhnliches Museum. Schultern und Beine sollten angemessen bedeckt sein, Schuhe werden an den gekennzeichneten Stellen ausgezogen und die Anweisungen des Personals sind zu beachten. Aktuelle Hinweise sollte man bei Sri Lanka Tourism oder vor Ort prüfen.

Wer Ruhe und Meditation sucht, findet sie im beliebten Tempel zu Stoßzeiten vielleicht nicht. Es gibt Menschenmengen, Warteschlangen und mehrere Räume; für Gläubige ist der Ablauf verständlicher als für zufällige Besucher. Wir folgten dem Strom, sahen uns um und gingen wieder hinaus. Blumen- und Weihrauchduft sowie die gepflegte Anlage am Wasser blieben mir in Erinnerung. Ob der Besuch bedeutungsvoll ist, hängt von Zeit, Saison und Erwartungen ab; er ist nicht für jeden obligatorisch.

Der Tempel liegt im Herzen der Stadt, nahe dem See und den Einkaufsstraßen. Meine alte Beschreibung eines Cafés und von bettelnden Kindern war sehr persönlich und sollte nicht als Urteil über ganz Kandy gelten. Wählt Restaurants nach aktuellen Bewertungen und nehmt mit Kindern Wasser und vertraute Snacks mit. Unser Homestay nahe dem Zentrum war dagegen ein Höhepunkt: sauber, mit warmem Wasser und freundlichen Gastgebern. Ein Begrüßungsgetränk, Tee oder Saft, gehörte zur angenehmen Gastfreundschaft; die Süße kann allerdings überraschen.

Nuwara Eliya

Unser nächstes Ziel war Nuwara Eliya. Von einer früheren Reise erinnerte ich mich an Regen und 12 bis 15 °C. Dieses Mal nahmen wir Windjacken, einen Schal und lange Ärmel mit, und der Tag war sonnig. Beides ist im zentralen Hochland möglich. Das Klima ist kühler und feuchter als an der Küste, klare Sicht ist nicht garantiert. Eine warme Schicht und Regenschutz gehören ins Gepäck, auch wenn der Morgen sonnig beginnt.

Wegen Architektur und Klima wird Nuwara Eliya oft „Little England“ genannt. Grüne Berge umgeben die Stadt, Wolken liegen häufig über den Gipfeln. Unser Fahrer empfahl ein Restaurant am See. Im Park und auf dem Wasser war es schön, aber draußen so kühl, dass wir in Jacken aßen. Ein Bergtag sollte daher nicht zu eng geplant werden.

Wir gingen kurz durch das Zentrum, fotografierten Gebäude im britischen Stil und das Postamt, kauften Donuts und fuhren weiter nach Ella. Für einen kurzen Halt genügte das. Wer das Teeland ausführlicher erleben möchte, sollte mehr Zeit einplanen und die Öffnungszeiten einer bestimmten Teefabrik oder eines Gartens vorher prüfen. Wochenenden und Saison können eine Rolle spielen.

Ella

Ella gefällt uns sehr. Es gibt Berge, frische Luft, Teeplantagen und Wasserfälle. Tagsüber kann es deutlich wärmer sein als in Nuwara Eliya, nachts bleibt es oft kühl. Vor der Buchung sollte man nach Belüftung, einer Decke, dem Zugang bei Dunkelheit und der Entfernung zum Zentrum fragen.

Die Straße nach Ella führt durch bergiges Gelände und wirkt stellenweise beängstigend. Eine einheitliche Höchstgeschwindigkeit oder Fahrzeit für die ganze Strecke wäre aber falsch: Beschilderung, Straßenbelag, Verkehr und Wetter ändern sich. Bei vorübergehenden Einschränkungen sind aktuelle Hinweise der Verkehrs- und Tourismusbehörden wichtiger als ein alter Fahrplan.

Ella ist heute viel beliebter als bei unserem ersten Besuch. Deshalb sollte man nicht automatisch niedrige Preise oder ein bestimmtes Verhalten aller Anbieter erwarten. Vergleicht Unterkünfte und Ausflüge, klärt den Gesamtpreis vor der Fahrt, nehmt eine Bargeldreserve mit und behandelt Gastgeber respektvoll.

Uns gefielen die Neun-Bogen-Brücke, Ravana Falls, Ella Rock und Little Adam’s Peak. „Pflichtprogramm“ ist jedoch zu stark: Die Auswahl hängt von Wetter, Kondition, Zeit und Familie ab. Vor dem Wasserfall sollte man den Weg und einen sicheren Ausstieg prüfen. Rutschige Kanten und schnelles Wasser sind kein guter Ort für ein riskantes Foto.

Ella Rock kann nach einem langen Fahrtag anstrengend sein. Wir wählten Little Adam’s Peak. Der Weg führt an Teeplantagen entlang, kurz vor dem Gipfel kommen Stufen, und die Aussicht ist großartig. Wir brauchten ungefähr vierzig Minuten in ruhigem Tempo; das ist kein allgemeiner Richtwert. Nach Regen, bei Hitze oder mit einem Kind dauert es länger. Gute Schuhe, Wasser und ein früher Start sind wichtiger als Geschwindigkeit.

Danach gingen wir zur Neun-Bogen-Brücke. Der Weg war länger als erwartet und die Beschilderung begrenzt, daher fragten wir nach dem Weg. Wegen der Popularität sollte man heute den Zugang vorher prüfen, nicht auf den Gleisen stehen und Zugzeiten nur als Orientierung verstehen. Unter der Woche kann es ruhiger sein, aber menschenleer ist nicht garantiert.

Im Ort konzentriert sich das Leben auf Cafés, Restaurants und kleine Hotels. Wir wohnten etwa zwei Kilometer vom Zentrum entfernt in einem Guesthouse und bestellten das Abendessen bei den Gastgebern. Das Reis-und-Curry-Gericht gehörte zu den besten unserer Reise. Tee kann man bei Gastgebern, in Geschäften oder in einer besuchbaren Fabrik kaufen. Öffnungszeiten und Führungen sollten besonders am Wochenende vorher abgestimmt werden.

Wenn möglich, plant zwei Tage für Ella ein. Dann bleibt Zeit für eine leichtere Wanderung und Erholung. Haputale oder Badulla können anschließend interessante Ziele sein; die beste Verbindung hängt von Wetter und Verkehr ab.

Rückweg

Wir fuhren zurück, weil wir vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause sein wollten. Von Ella nach Hikkaduwa brauchten wir ungefähr sechs Stunden. Das war jedoch die Dauer dieses einen Tages und keine Zusage für heutige Reisende. Serpentinen, Pausen, Wetter und Staus verändern die Rechnung. Nach einer Wanderung würde ich keine sehr lange Rückfahrt ohne Puffer planen.

Mit einem eineinhalbjährigen Kind war die Reise für uns machbar. Unser Kind war ruhig, schlief und spielte; jede Familie ist anders. Häufige Pausen, vertrautes Essen, Wasser und Wechselkleidung helfen. Drei Tage waren unsere Komfortgrenze. Heute würde ich vier oder fünf Tage wählen und die langen Fahrten reduzieren.

2018 kostete unsere Reise ungefähr 400 US-Dollar für Auto und Fahrer, 40 Dollar für die Unterkünfte in Kandy und Ella und 50 Dollar für Essen für zwei Erwachsene. Das ist ein historisches persönliches Budget, keine aktuelle Kalkulation. Erstellt die heutige Planung aus Transport, Übernachtungen, Tickets, Essen, Versicherung und einer Reserve.

Meine Checkliste: Route und Zahlung mit dem Fahrer klären; offizielle Öffnungszeiten und Eintrittspreise prüfen; warme Kleidung und Regenschutz mitnehmen; Zeit für Bergstraßen lassen; nicht annehmen, dass alle Sehenswürdigkeiten kostenlos sind; Tempelregeln beachten; Gleise und gefährliche Wasserstellen meiden; mit einem Kind nur ein bis zwei Hauptziele pro Tag planen. Das Schönste an einer Inselrundreise ist nicht die Zahl der Fotos, sondern die Zeit, wirklich anzuhalten und zu schauen.

Quellen: Department of National Botanic Gardens — Royal Botanic Gardens Peradeniya; Sri Lanka Tourism — Kulturerbe von Kandy; Sri Lanka Tourism — Pilgerstätten; Sri Lanka Tourism — Ella; Sri Lanka Tourism — Kandy Esala Perahera; Sri Lanka Tourism — aktuelle Hinweise zur touristischen Infrastruktur.

Aktualisiert: 02.09.2026

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